IGA 2017 Berlin

 

Exkursion des Kreisverbandes der Gartenfreunde Rostock-Land zur IGA in Berlin

Bereits auf seiner Sitzung im Herbst 2016 hatte der erweiterte Vorstand unseres Kreisverbandes beschlossen, den ehrenamtlichen Vorständen unserer Mitgliedsvereine eine Tagesfahrt zur IGA 2017 in Berlin anzubieten. Die Kosten für Fahrt und Eintritt waren im Haushalt eingestellt und wurden somit vom Kreisverband getragen.

Im Rahmen der Delegiertenversammlung im Frühjahr wurde ein Termin abgestimmt. Danach wurden die Vereine mehrfach informiert und das Interesse abgefragt. Leider stellte sich heraus, dass nur ca. 1/3 der Vereine Interesse am gemeinsamen Besuch der IGA hatte.

Am 10.09.2017, einem Sonntag, fuhren diese Kleingärtner nun zusammen mit Mitgliedern des geschäftsführenden Vorstandes und der Prüfgruppe des Kreisverbandes nach Berlin.

Das Wetter war uns hold und die Sonne schien, was ja in diesem Sommer nicht selbstverständlich war. Somit konnten auch die umfangreichen Freiflächen sowie die Nationengärten bei idealem Wetter besichtigt werden. Die kostenlos nutzbare Seilbahn ermöglichte es auch den älteren und körperlich eingeschränkten Besuchern, wichtige Bereiche, wie Blumenhallen, den Aussichtspunkt „Wolkenhain“ sowie das Besucherzentrum zu besichtigen und zu genießen.

Allerdings fiel uns sowohl im Informationszentrum, als auch bei der Besichtigung des angeschlossenen Kleingartenvereins „Am Kienberg“ auf, dass der Bundesverband der Gartenfreunde als unsere Dachorganisation diesmal nicht in Erscheinung trat. Auf vorherigen Gartenschauen war es gute Tradition, dass der BDG Informationsstände unterhielt, auf denen sich auch zeitweilig einzelne Landesverbände vorstellen und einbringen konnten.

Die Gartenfreunde des KGV „Am Kienberg“ hatten sich viel Mühe gegeben, die Wege des Vereins für einen Rundgang herzurichten, ausgefallene und alte Obstsorten, jeweils mit Schildern versehen, am Weg verteilt. Allerdings entsprach der extra eingerichtete „Startergarten“ als Kooperationsprojekt des Landesverbandes und der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur als Anregung für „Hobbygärtner“ nicht annähernd den Regelungen des Bundeskleingartengesetzes. Der Anbau von Obst und Gemüse stand in keinem Verhältnis zur Fläche des Gartens und die extra errichtete Gartenlaube war viel zu groß. Solche Darstellungen fördern Vorstellungen vieler, dass die gesetzlichen Vorschriften nicht mehr zeitgemäß sind. Es stellt sich für uns die Frage, ob das den Kleingärtnern nicht mehr schadet als nutzt.

Am Ende waren sich alle Teilnehmer einig, dass die Vielzahl der Angebote und Exponate zu groß war, um alles in der kurzen Zeit zu besichtigen. Mit neuen Ideen und Eindrücken, sowie Samen von alten (Tomaten-)Sorten und einigen neuerworbenen Pflanzen traten wir den Rückweg an.

Andreas Matzke

 

 

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